István Széchenyi Doktorandenschule der Wirtschafts- und Organisationswissenschaften


Wissenschaftsgebiet: Sozialwissenschaft
Wissenschaftszweig: Wirtschafts- und Organisationswissenschaften
Standort: Westungarische Universität Sopron, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften

Die Lehr- und Forschungstätigkeit der Doktorandenschule kommt im Rahmen der folgenden Programme zustande:
  • Wirtschaftlehre der Öffentlichen Dienste,
  • Marketing,
  • Internationale Wirtschaftslehre,
  • Betriebswirtschaftslehre und Management,
  • Soziale und Wirtschaftliche Zusammenhänge der Human Ressourcen.

Formen der Doktorandenstudien und die Aufnahmeprüfung der organisierten Bildung

Der Doktortitel ist hinsichtlich der organisierten Bildung oder einer selbstständigen Vorbereitung im Rahmen des Promotionsverfahrens zu erwerben. Die Teilnahme an Doktorandenstudien kann entweder gefördert oder kostenpflichtig sein. Das Anmeldeformular soll so ausgefüllt werden, dass der/die BewerberIn angibt, an welcher Doktorandenschule und Programm, bzw. mit welchem Thema er/sie sich bewirbt.

Dem Antrag sind beizufügen:
  1. Anmeldungsblatt;
  2. Lebenslauf;
  3. Eine beglaubigte Kopie der Diplomurkunde einer Universität (Diplomurkunde über den Erwerb eines Masterabschlusses), eine beglaubigte Kopie des Studienbuches;
  4. Beglaubigte Kopien der die Sprachkenntnisse nachweisenden Urkunden, davon muss eine mindestens staatlich anerkannte „Sprachprüfung Mittelstufe“ oder „B2“ sein;
  5. Liste der wissenschaftlichen Publikationen (z.B. Sonderabdrücke, Kopien der Urkunden von den Staatlichen Wissenschaftlichen Studentenkreisen, Wissenschaftliche Arbeiten, Wissenschaftliche Wettbewerbe, usw.);
  6. Forschungsplan, vereinbart mit dem werdenden wissenschaftlichen Betreuer (unterschrieben);
  7. Annahmeerklärung des für das Thema zuständigen Institutes hinsichtlich des Forschungsplanes;
  8. Schriftliche Empfehlungen von in wissenschaftlichen Kreisen bekannten Personen; für diejenigen, die sich selbstständig vorbereiten ein Empfehlungsschreiben von einem international anerkannten promovierten Professor;
  9. Eine Urkunde für diejenigen, die Fernstudien führen wollen über die Verfügbarkeit der vorhandenen Bedingungen an der Forschungsstelle zu einer Forschung;
  10. Auszug aus dem Strafregister.

Die Aufnahmekommission führt ein Gespräch mit dem Kandidaten, um sich ein Bild über die Intelligenz, seine Vorstellungen, über seine akademische Tätigkeit, seine bisherigen wissenschaftlichen Tätigkeiten und Sprachkenntnisse zu machen. Die Aufnahmekommission klassifiziert die Kandidaten aufgrund der eingereichten Unterlagen und der Bewertung des Aufnahmegesprächs. (Qualität des Diploms, etwaige Arbeit im Wissenschaftlichen Studentenkreis, Publikationen).
Die Bedingungen zur Teilnahme in der selbstständigen Vorbereitung:
  1. mindestens fünfjährige Forschungsarbeit, mit wesentlichen eigenen Ergebnissen;
  2. wesentliche wissenschaftliche Publikationstätigkeit, wo die Forderungen an den Fachgebieten angemessen definiert werden;
  3. Schriftliche Empfehlung eines in wissenschaftlichen Kreisen bekannter Person.

Der/Die BewerberIn kann angenommen werden, wenn er/sie mindestens 66,67% der erreichbaren Punkte erwirbt.

Es werden in der Doktorandenschule für die in der organisierten, Fern- und selbstvorbereitenden Studium Teilnehmenden die Kreditwerte laut der Forderungen des Bildungs- und Forschungssystems definiert (siehe Tabelle).

Fächer Anzahl der Kredite Insg.

1. 2. 3. 4. 5. 6.
im Semester
I. Bildungskredit
Grundfächer 5+5 5+5 - - - - 20
Pflichtfächer im Programm 5 5 5+5 - - - 20
Wahlfächer - - 4 4+4+4 - - 16
Kredite insgesamt 15 15 14 12 - - 56
II. Forschungskredite 10 10 10 10 17 17 74
III. Publikationskredite Kreditpunkte laut der Publikationsforderungen angegeben im aktuellen Semester 50
Insgesamt
(Minimalanzahl der Kredite)
24 24 24 24 17 17 180

Der Publikationspraxis der Doktorandenschule

Der/Die Doktorandin muss seine/ihre Arbeit an heimischen und internationalen Konferenzen, Publikationen und in Fachzeitschriften veröffentlichen.

Eine Publikation gilt als wissenschaftlich, wenn:
  • sie lektoriert ist,
  • sie in einer von einer Kommission editierten Ausgabe veröffentlicht wurde.

Der/Die Doktorandin muss während seines/ihres Studiums bis zum Einreichen des Promotionsantrages:
  • mindestens drei, lektorierte Publikationen in wissenschaftlichen Fachausgaben oder Bänden;
  • mindestens zwei Artikel oder Vorlesungsmaterial in Proceedings;
  • und mindestens eine sonstige Publikation veröffentlichen.

Das Promotionsverfahren der Doktorandenschule

Die Voraussetzungen zu der Promotion:
  1. Universitätsabschluss;
  2. Verfügen über die vorgeschriebenen Kredite zur Abschließung des Doktorandenstudiums;
  3. Erfolgreiches Rigorosum;
  4. Selbstständige wissenschaftliche Arbeit, schriftlich bewiesen mit Publikationen in den von der Doktorandenschule für angemessen gehaltenen Fachliteratur, bereits veröffentlicht oder angenommen für die spätere Veröffentlichung (die Voraussetzungen werden vorher dem/der Doktoranden/Doktorandin mitgeteilt);
  5. Das Beherrschen von zwei Fremdsprachen (ausreichend für die wissenschaftliche Arbeit);
  6. Mit wissenschaftlichen Methoden und auf eigener Forschung basierte angefertigte Dissertation, Eingabe der angefertigten Thesen, Präsentation in einer öffentlicher Verteidigung vor einer Kommission;
  7. Kein Eintrag im Strafregister.

Das Verfahren der Promotion:
Rigorosum → Arbeitsdiskussion → Öffentliche Verteidigung

Das Rigorosum

Das Rigorosum ist ein zusammenfassendes Sammelreferat für den/die Kandidaten/Kandidatin, welches die Kenntnisse auf dem gewählten Wissenschaftsgebiet abdeckt. Das Rigorosum soll innerhalb von maximal 2 Jahren nach der Eingabe öffentlich vor einer Prüfungskommission stattfinden. Das Rigorosum besteht aus der schriftlichen Anfertigung und mündlichen Vortrag eines wissenschaftlichen Problems. Das wissenschaftliche Problem wird von dem Programmleiter vorgeschlagen und von dem Rat der Doktorandenschule bestätigt. Über den Termin des Rigorosums und das bestätigte wissenschaftliche Thema wird der/die Doktorandin bzw. Kandidatin schriftlich verständigt. Das Rigorosum soll vor der Öffentlichen Verteidigung absolviert werden. Dem/Der Kandidaten/Kandidatin kann keinerlei Dispens erteilt werden.

Arbeitsdiskussion der Dissertation

Unterstützend für den/die Kandidaten/Kandidatin soll die Dissertation noch vor der endgültigen Version in dem zuständigen Institut zur vorläufigen Diskussion gestellt werden. Vor der öffentlichen Verteidigung der Dissertation findet die Arbeitsdiskussion an der Forschungsstelle statt. Während der Diskussion müssen die Mitglieder der Kommission über die eigene Arbeit, die benutzten Fremdmaterialien, die bearbeitete Fachliteratur, die Methoden, die Richtigkeit der Folgerungen und die Anwendbarkeit der Ergebnisse des/der Kandidaten/Kandidatin Bemerkungen machen. Nach mindestens 1 Monat der Arbeitsdiskussion kann die Dissertation zur öffentlichen Verteidigung eingereicht werden.

Die öffentliche Verteidigung

Die wichtigsten Ergebnisse der Dissertation müssen in Thesen zusammengefasst werden. Die Thesen müssen in der angegebenen Sprache und auf Englisch in elektronischer und schriftlicher Form angefertigt werden.

Die Dissertation muss in 5 gebundenen Exemplaren zusammen mit Folgendem eingereicht werden:
  • Protokoll der Arbeitsdiskussion der Dissertation und Anwesenheitsliste;
  • Die Thesen in schriftlicher Form in gegebener Sprache und Englisch;
  • Die Dissertation und die Thesen in gegebener Sprache und Englisch in elektronischer Form;
  • Kurze Zusammenfassung auf Englisch in 8-10 Zeilen mit Titelübersetzung;
  • Curriculum Vitae in dritter Person geschrieben, max. 1 Seite;
  • Publikationsliste (Sonderabdrücke, Liste über diejenigen Publikationen die mit der Dissertation in Zusammenhang, oder diejenigen, die zur Veröffentlichung angenommen sind);
  • Die schriftliche Urkunde des Betreuers über die Publikationstätigkeit;
  • Bestätigung von den Mitautoren, dass die Ergebnisse die in den gemeinsamen Publikationen veröffentlich worden sind, ohne Verwendungsbeschränkung zur Verfügung stehen;
  • Beglaubigte Kopien der Sprachprüfungen;
  • Erlagschein der einbezahlten Verfahrenskosten.

Die öffentliche Verteidigung der Dissertation

Die Öffentliche Verteidigung kann nach dem erfolgreichen Rigorosum und der Arbeitsdiskussion gehalten werden. Falls die Dissertation in einer Fremdsprache geschrieben ist, kann die Präsentation auf Ungarisch oder in einer Fremdsprache stattfinden. Während der Diskussion die der/die Kandidatin hält, ist eine freie Vorlesung über die Hauptergebnisse und Thesen in 20 Minuten zu absolvieren. Danach geben die Gutachter ihre Kritik bekannt, und der/die Kandidatin beantwortet die Fragen und die Wortmeldungen der Gutachter oder der Teilnehmer der öffentlichen Verteidigung. Nachdem die Diskussion beendet wurde entscheidet die Abstimmung hinter verschlossenen Türen. Die Dissertation ist akzeptabel, wenn die Summe der Punkte mindestens 66,6% der erreichbaren Punkte beträgt. Nach der Sitzung veröffentlicht der Präsident der Kommission das Ergebnis der Präsentation. Ist die Präsentation erfolglos, kann nicht wiederholt werden. Der/Die Kandidatin darf erst wieder nach 2 Jahren mit einem ähnlichen Thema eine Dissertation einreichen.

Bewertung der Dissertation

Die Entscheidung über die Bewertung der Dissertation trifft der Rat der Doktorandenschule aus dem arithmetischen Mittel des Ergebnisses des Rigorosums (%) und der Bewertung der Prüfungskommission (%). Falls das Ergebnis 91% oder höher ist, wird mit „summa cum laude“ d. h. „ausgezeichnet“, falls weniger als 9%, aber mindestens 8%, dann „cum laude“ d. h. „gut“ bewertet. Zur Bewertung „rite“ d. h. akzeptabel muss der/die Kandidatin 66,6% erreichen.